Little Pots


Little Pots ist ein gemeinsames Projekt der FLÜWO Stiftung mit dem Verein Stadtteilvernetzer Stuttgart e. V. und der Bürgerstiftung Stuttgart.

Nachbarschaften und kleine Stadtteilinitiativen stecken oft voller Ideen für ihr Quartier. Für die Umsetzung mangelt es jedoch oft an der Finanzierung oder es fehlen Ressourcen, um die nötigen Gelder hierfür zu generieren. Zudem kann die Priorisierung oder Einigung für die Umsetzung von Vorhaben herausfordernd für Aktive sein.

Little Pots fördert Engagierte in Stuttgart finanziell und ideell bei der Gestaltung ihres Stadtteils. Ein konkretes Vorhaben muss bei Antragstellung noch nicht vorliegen – vielmehr kann dieses im Rahmen von bis zu zwei Beteiligungsveranstaltungen partizipativ erarbeitet werden. Ein professionelles Moderationsteam der NeuBeteiligt GbR unterstützt die Initiativen in den Veranstaltungen, ihre jeweilige Projektidee zu schärfen.

Für die gemeinschaftliche Umsetzung der Vorhaben erhalten die Initiativen anschließend einmalig eine Förderung von 500 Euro. Sollte sich während des Moderationsprozesses mehr als eine Idee herausbilden, entscheiden die Engagierten, für welches Vorhaben sie die Mittel einsetzen möchten.

Ziel von Little Pots ist es, die Hürden zur Umsetzung von Projektideen für kleinere Initiativen abzuschaffen und Bürger:innen zum Handeln in Eigeninitiative zu motivieren.

Zudem sollen neue Strukturen für das jeweilige Quartier auch über das Projekt hinaus geschaffen bzw. angeregt und das Engagement sowie die Beteiligung der Menschen in ihrem jeweiligen Stadtteil befördert werden.

Bei der Antragstellung gilt es Folgendes zu beachten:

  • Es handelt sich um eine Initiative oder eine Gruppe von Menschen, die eine Idee für ihren Stadtteil umsetzen möchten oder einen Bedarf in ihrer Nachbarschaft sehen, für den sie eine Lösung suchen.
  • Das Vorhaben darf sich nicht zum Nachteil anderer auswirken, muss demokratische Werte vertreten und Vielfalt im Quartier unterstützen.
  • Die Initiative oder Gruppe von Menschen selbst muss gemeinnützig sein oder einen gemeinnützigen Träger finden, in dessen Namen der Antrag gestellt wird.
  • Die Bereitschaft zur gemeinschaftlichen Entwicklung und Umsetzung der Idee ist Voraussetzung.

 

Little Pots wird aktuell im zweijährigen Turnus zu Jahresbeginn ausgeschrieben.

Initiativen, die (noch) nicht in einem gemeinnützigen Verein organisiert sind, müssen vor Abgabe ihrer Unterlagen bereits eine gemeinnützige Institution suchen, die als Projektträger fungiert. Gerne unterstützen wir bei der Findung, Antragstellung wie auch während des Förderzyklus’ die Initiativen.

Nach Fristablauf der schriftlichen Antragstellung tagt im Frühjahr eine unabhängige Jury aus Vertreter:innen der kommunalen und gemeinnützigen Engagementförderung und lobt bis zu fünf vielversprechenden Ideen für die Moderationsprozesse aus. Die Bewerber:innen werden anschließend über die Förderentscheidung der Jury informiert.

Nicht geförderte Stadtteilgruppen erhalten neben einer schriftlichen Förderabsage weiterführende Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Vorhaben.

Geförderte Stadtteilgruppen können auf Grundlage einer Förderzusage die Termine und Formate für die zwei moderierten Beteiligungsveranstaltung mit dem Moderationsteam von NeuBeteiligt GbR abstimmen. Die Moderationsveranstaltungen sollten bestenfalls innerhalb von zwei bis sechs Wochen durchgeführt werden.

Die ausgelobten Initiativen haben nach Durchführung der Moderationsveranstaltungen sechs Monate Zeit, um ihre erarbeiteten Ideen bzw. ihr Stadtteilprojekt umzusetzen. Dafür erhalten Sie einmalig Projektmittel i.H.v. 500 Euro, die sie auf schriftliche Anfrage abrufen können.

Sofern die Stadtteilgruppen im Rahmen ihrer Little Pots-Förderung eine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit planen, wird um eine vorherige Abstimmung gebeten.

Die Kooperationspartner:innen FLÜWO Stiftung, Stadtteilvernetzer Stuttgart e.V. und Bürgerstiftung besuchen nach Möglichkeit die aktuell geförderten Initiativen vor Ort. Dies ermöglicht den Förderkooperanden die Bedarfe der Stadtteilgruppen besser kennenzulernen und ihre Rückmeldungen in der Weiterentwicklung des Förderinstruments Little Pots zu berücksichtigen.

Nach Beendigung der Projektumsetzung senden die geförderten Initiativen einen schriftlichen, kurzen Projektbericht mit Bildmaterial sowie einen einfach gehaltenen Mittelverwendungsnachweis an die Förderkooperanden.

Am Ende einer Projektreihe findet ein Netzwerktreffen für aktuell und ehemalige geförderte Stadtteilgruppen statt. Hier können sich Engagierte aus verschiedenen Stuttgarter Stadtteilen kennenlernen, über ihre erarbeiteten Projekte austauschen und miteinander vernetzen. Darüber hinaus vermitteln Vertreter:innen der Stadt Stuttgart und der Allianz für Beteiligung Inputs zu grundlegenden Themen, wie Vereinsrecht, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit etc.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Stadtteilvernetzer Stuttgart e.V., die Kolleg:innen helfen Ihnen gerne weiter: littlepots@stadtteilvernetzer-stuttgart.de

MGV Stuttgart-Berg e.V.

Mit dem MGV Stuttgart-Berg e.V. am Berger Plätzle startete der Pilot von Little Pots. Vereinsmitglieder, Nachbar:innen und Interessierte sammelten Ideen und Möglichkeiten, wie sie vermehrt junge Familien als Mitglieder oder Ehrenamtliche zur generationenübergreifenden als auch zur ökologischen Nachhaltigkeit im Verein gewinnen können. Ein stolzes Ergebnis der „Ideenkonferenz Berger Plätzle waren gleich zwei Projektideen, die erfolgreich realisiert wurden: Ein familiengerechter Tanztee sowie ein einladendes Hinweisschild auf dem angrenzenden Spielplatz. 

Nachfolgende Projekte wurden 2023/24 im Rahmen des Projekts Little Pots gefördert:

AG Neckarvorstadt

Die Initiative kümmert sich um eine lebens- und liebenswerte Neckarvorstadt in Stuttgart. Mit Little Pots wurde ein Erste-Hilfe-Kurs veranstaltet, um nicht zuletzt auch neue Engagierte zu gewinnen.

Zuhause leben e.V.

Der Verein aus Stuttgart-Süd erarbeitete Möglichkeiten, die Gemeinschaft nach der Corona-Pandemie wiederzubeleben.

Stadtteil- und Familienzentrum Gaisburg

Gemeinsam mit Engagierten wurde die Gemeinschaftsfläche des Gaisenhauses verschönert und die Nachbarschaft in die Aktivitäten eingebunden.

Familienkultur in Stuttgart-Vaihingen

Die Initiative hat sich während der Coronapandemie gegründet und durch die Förderung ein Stadtteilfest initiiert, um neue Mitstreitende zu gewinnen und ihre gemeinschaftliche Initiative zu stärken.

Bürgerinitiative Burgholzhof

Die Initiative setzt sich für eine Belebung ihres Stadtteils ein. Mit Little Pots wurden bedürfnisgerechte Angebote und neue Kommunikationskanäle für die Angebote im Stadtteil ermittelt. Ergebnis ist der Burgholzhoftreff.

Nachfolgende Projekte konnten durch ihre Vision, Kreativität und ihr Engagement im Auswahlprozess überzeugen und erhielten nun eine Förderung im Rahmen des Projekts Little Pots in Stuttgart 2025/26:

Tunzhofen WeltenKinder e.V. – Tunzhofen legt los!

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Gemeinschaft in der Gemeinschaftsunterkunft der Tunzhofer Str. 20 sowie im alten und neuen Kinder- und Familienzentrum der Tunzhofer Str. 12 zu stärken und Begegnungen mit der Nachbarschaft zu fördern. Das Projekt konzentriert sich auf Integration und Teilhabe sowie auf die aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens durch Musik. Die professionelle Moderation ist erforderlich, um zu erörtern, wie die Menschen aus dem Quartier involviert werden können und die Quartiersarbeit in das für 2028 geplante Stadtteilhaus integriert werden kann.

Evangelische Kirchengemeinde Hoffeld – Gemeinsamkeiten im Quartier

Das Projekt möchte den Stadtteil Degerloch-Hoffeld mit Leben füllen. Die evangelische Kirche stellt bereits Räumlichkeiten, Kirchgarten, Einrichtungen, Organisation und Infrastruktur zur Verfügung. In einem Nachbarschaftsworkshop Ende März wurde der Kontakt zu den Menschen des Stadtteils aufgenommen, um im Dialog herauszufinden, was sie bewegt und wie die Einrichtungen der Kirche besser genutzt werden können. Die Moderationen sollen den neu gegründeten Initiativen beim Arbeitsbeginn und bei der strukturellen Organisation helfen.

Fasanenhof – Hier Leben Wir e.V. – Neue Struktur auf neuen Wegen

Der Bürgerverein Fasanenhof unterstützt engagierte Bewohner bei der Umsetzung von Aktionen zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts und vertritt ihre Interessen gegenüber Stadtverwaltung und Politik. Diese aktive Rolle möchte er gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Quartierskoordinatorin auch in der Quartiersentwicklung einnehmen. Ziel ist es, zusammen mit allen die neue Rolle der Ehrenamtlichen zu entwickeln, ohne Überforderung zu riskieren. Die zwei Workshops sollen das Rollenverständnis klären und die Zusammenarbeit strukturieren, bevor die Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert werden.

WohnenWieWirWollen e.V. – Entwicklung inklusiver WGs

Der im Jahr 2023 gegründete Verein WohnenWieWirWollen setzt sich aus zwölf Familien mit Kindern, sowohl mit als auch ohne Behinderung, zusammen. Der Verein strebt an langfristige Wohngemeinschaften für Jugendliche mit und ohne Behinderung zu schaffen – unterstützt durch kontinuierliche pädagogische Begleitung, Assistenz und Integration in die Nachbarschaft. Da der Verein am Beginn seiner Tätigkeit steht, bieten die professionellen Moderationen Unterstützung bei der Entwicklung eines tragfähigen Konzepts. Ein potenzielles Projekt ist ein öffentliches WG-Café, welches als Vernetzungsplattform in der Nachbarschaft dient.

Stadtteil- und Familienzentrum Giebel / Stuttgarter Jugendhaus gGmbH – Auf dem Weg zum Stadtteiltreff Hausen

Das Stadtteil- und Familienzentrum Giebel plant, einen Gebäudekomplex am Hausenring 93 in einen Stadtteiltreff zu verwandeln. Teil des Projekts ist es, die verschiedenen Gruppen und Vereine des Stadtteils zusammenzubringen, um gemeinsame Ziele und Wünsche zu besprechen und engagierte Mitwirkende für ein Stadtteilcafé zu gewinnen. Dieses Café soll Menschen miteinander verbinden und Austausch über kulturelle und soziale Grenzen hinweg fördern. Ein weiteres Ziel ist es, Geflüchtete aus der Unterkunft Steinröhre in Hausen besser zu integrieren. Die Moderationsveranstaltungen dienen als Plattform zur Erreichung dieser Ziele.

Wir danken allen Engagierten und wünschen den geförderten Initiativen viel Erfolg und Freude bei ihren Vorhaben.

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